Mein Weihnachten 2017 – Hilfsbereitschaft statt Konsumrausch

Einschlagdecken

Statt dem üblichen Weihnachtskonsumrausch zu verfallen, habe ich mich in diesem Jahr gefragt, was ich konkret machen will um ein schönes Weihnachtsfest zu erleben. Auf zwei Punkte bin ich gekommen:
1. Weihnachten Zuhause mit meiner kleine Familie feiern
2. anderen helfen
Der zweite Punkt klingt nun sehr schwammig, doch wie dieser konkret ausseht, erzähl ich euch:

Weihnachtsaktion „Helfende Jungscharhände“

Ich hatte weder die Idee noch gehöre ich zum Organisationsteam, aber dieses Projekt der Jungschar in meiner Pfarre begeistert mich einfach so sehr. Die Jungscharbegleiter/innen sammeln Sachspenden, bereiten schöne kleine Pakete mit den Jungscharkindern vor und verschenken diese an bedürftige Familien unserer Pfarre. Inspiriert ist die Aktion von „Weihnachten im Schuhkarton“ und ich freue mich sehr, dass ich in diesem Jahr mit ein paar schönen Sachspenden bedürftige Familien in meiner Umgebung helfen kann.  Was genau benötigt wird, findet ihr hier im PDF. Ich unterstütze aber auch eine andere Initiative Ehrenamtlicher:

Sternenzauber und Frühchenwunder

Sternenkinder – es gibt kaum ein Thema, das auf Betroffene größere Auswirkungen hat und gleichzeitig so schwierig ist öffentlich angesprochen zu werden. Für jene, die es nicht wissen: Sternenkinder sind Babys, die vor, während oder bald nach der Geburt ihre Reise in den Himmel antreten. Auch ich habe erst durch meine eigene Betroffenheit entdeckt, welch heikle und gleichzeitig wichtige Rolle Sternenkinder im Leben ihrer Familien einnehmen. Via Facebook bin ich im Laufe der Zeit auf die Gruppe „Sternenzauber und Frühchenwunder“ gestoßen.

Mir persönlich war die Gruppe deshalb sympathisch, weil sie sehr gut organisiert und vernetzt ist. Das Netzwerk in meiner Umgebung hatte jedoch noch Potential. Daher habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, an diesem mitzuarbeiten und Betroffenen zu helfen. Mittlerweile gibt es einige Helferleins in meiner Umgebung, die tatkräftig daran arbeiten, betroffene Familien zu unterstützen.

Erinnerungsstücke, Minimis usw.

Jede einzelne Erinnerung an ein so kurzes Leben ist Gold wert. Daher werden bei gespendeten Stücken wie Minimis (Einschlagdecken mit „Kapuze“),  Einschlagdecken, Strampler, Mützen usw. immer mindestens zwei Erinnerungsstücke beigelegt. Besonders gerne fertige ich die kleinen Stoffherzen, die ich mit Watte fülle. Es werden immer mindestens zwei benötigt, weil die Eltern meist eines davon beim Kind lassen möchten und das zweite selbst behalten. Wenn es eines für Vater und Mutter und eventuell weitere für Geschwister gibt: umso besser. Diese Stücke sind unbezahlbar für trauernde Familien und werden wie ein Schatz gehütet und gehalten. Sämtliche Informationen der Gruppe gibt es auf Facebook bzw. sind Anleitungen etc. in einer Dropbox.

Für das LKH Graz habe ich mir nun in der Vorweihnachtszeit die Aufgabe gestellt, mindestens 10 Einschlagdecken plus jeweils mindestens 3 Stoffherzen als Erinnerungsstücke zu nähen. Deadline ist bis Mitte Dezember – da werden alle benötigten Werke zusammengesammelt und von einer Ehrenamtlichen, die derzeit die Spenden koordiniert, abgegeben. Es werden zwar viele Stücke benötigt, aber bei diesen Spenden zählt (wie sonst eigentlich auch): Qualität vor Quantität.

 

Sollte also jemand einmal ein paar schöne Stoffreste oder andere Materialen haben, freut sich diese Aktion immer über Unterstützung. In Österreich wird am 20. Jänner übrigens schon das zweite Kreativtreffen in Sigleß in Niederösterreich veranstaltet. Wer Lust hat hinzukommen und mitzumachen, einfach anmelden!

Hier sind noch weitere Stücke, die ich in den vergangenen Monaten bereits gefertigt und gespendet habe (außer die gehäkelten Schmetterlinge – die sind von meiner lieben Schwägerin):

 

Es wird oft so schnell gesagt, dass Weihnachten sich nicht um Geschenke drehen soll sondern um Nächstenliebe. Und ich finde, genau das ist der springende Punkt: mir geht es gut – darum verzichte ich lieber bewusst auf Unmengen Konsumgüter und Packerl und versuche anderen, die es wirklich brauchen können, eine helfende Hand zu sein. Dadurch fühle ich mich reicher beschenkt als es je in einem Paket unterm Christbaum finden könnte, denn dieses Tun macht für mich Sinn.

Interessant? Freut mich! Dann teile es mit der Welt:

Ein Gedanke zu „Mein Weihnachten 2017 – Hilfsbereitschaft statt Konsumrausch“

  1. Martina dieser Bericht ist echt ergreifend und deine Näharbeiten großartig! Ich hab das heuer mit Zeitspenden probiert und ich hab auch verspürt, dass ich besondere Weihnachten hatte!!!

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