Nachhaltig leben – JETZT

Es gibt nur diese eine Welt. Die Quellen unserer Ressourcen sind begrenzt und können versiegen. Zum Glück gibt es immer mehr und mehr Initiativen, die sich für den Erhalt unserer Welt einsetzen. Ein paar aktuelle Initiativen habe ich hier für euch in einer kleinen Übersicht:

Inhalt

  • Es tut nicht weh #etnw – saubere Berge statt Müllberge
  • Beautiful waste places #tschickstummelchallenge
  • Verpackungsfrei einkaufen
  • Solidarische Landwirtschaft
  • Greta Thunberg Schülerstreik #fridaysforfuture
  • Fashionrevolution #whomademyclothes
  • Repair Cafés
  • Fazit

#etnw – Es tut nicht weh

Saubere Berge statt Müllberge. Und wie recht dieser gemeinnützige Verein mit seiner Initiative hat: es sind die kleinen Dinge, die zählen! Es bringt nichts zu jammern, weil irgendwo Müll herumliegt. Am Berg, im Tal, am Fluss und in der Stadt. Aufheben, entsorgen, fertig, denn: #estutnichtweh.  Das bringt mich auch gleich zur nächsten aktuellen „Challenge“…

Beautiful waste places

Hier geht es konkret um eine #tschickstummelchallenge. Um zu zeigen, dass das Wegwerfen von Zigarettenstummeln nicht in Ordnung ist, hat sich diese Online-Challenge ein Ziel gesetzt: In kürzester Zeit 1.000.000 Zigarettenstummel von den Straßen, Wäldern und Wegen befreien. Ein sehr simpler aber durchaus guter Ansatz um viele Plätze zu „entstummeln“. Ich denke da zum Beispiel an die unangenehme Situation, wenn man einem neugierigen Kind am Spielplatz (!) regelmäßig einen gefundenen Zigarettenstummel aus der Hand nehmen muss.

Verpackungsfrei einkaufen

Für mich ist die Stadt Graz ein Paradies um umweltbewusst einzukaufen: viele Bauernmärkte, unzählige Öko-Alternativen und Geschäfte wie zum Beispiel „das Gramm„, bei dem man eigene Behälter mitbringt um Waren unverpackt einzukaufen. Viele Tipps finden sich dazu auch auf nachhaltig-in-graz.at.

Ein Stück weiter außerhalb der Stadt muss man schon kreativer werden. Ein simpler Trick, den ich mittlerweile immer anwende: möglichst jede Verpackung hinterfragen bzw. durch eigene Mehrweg-Behälter oder Stoffsackerl oder Einkäufskörbe ersetzen. Daher kaufe ich seit einiger Zeit Brot ausschließlich ohne Verpackung (auch ohne Papier). Stattdessen lasse ich es mir direkt ins Stoffsackerl geben.

Es gibt hierzu viele Ideen und Ansätze. Einiges habe ich schon mal in meinem Blog-Artikel vom Jänner 2018 zusammengefasst: „Müll minimieren mit Hausverstand„. Mittlerweile habe ich für mich einen simplen Leitfaden fürs Einkaufen erstellt:
1.) Regional
2.) Saisonal
3.) Verpackungsfrei
4.) Biologisch

Mit der „plastikfreier Juli“-Challenge im Hinterkopf ist derzeit für mich vielleicht „Verpackungsfrei“ eher an die erste Stelle gerückt. Im Idealfall kann ich natürlich bei allen vier Punkten einen Haken setzen.

Solidarische Landwirtschaft

Ein genialer Ansatz – nach meiner Ansicht – für regional/saisonal/biologische Lebensmittel ist CSA. CSA steht für Community Supported Agriculture. Produzent und Konsument übernehmen hierbei beide die Verantwortung für die Kosten, das Risiko und die Ernte. So ist der Produzent nicht darauf angewiesen, das möglichst gewinnbringendste Produkt anzubauen, sondern ihm ist die Abnahme der Ernte garantiert und die Gemeinschaft der Konsument/innen wird mit ganzjährig mit saisonalen Lebensmitteln versorgt. In meiner direkten Umgebung ist derzeit leider noch kein Betrieb, aber schaut auf die Übersicht der Umweltberatung …vielleicht ist einer für euch dabei!

Fridays for future

Solange man nur Schüler/in ist, kann man nichts gegen den Klimawandel unternehmen…FALSCH! Greta Thunberg, 16-jährige Klimaaktivistin ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie wirkungsvoll eine überzeugte Stimme sein kann. Sie verschafft sich international Gehör und steht für ihre Überzeugung ein. Die Klimastreiks #fridaysforfuture ziehen mittlerweile in allen Städten Tausende von Anhängern an. Ein starkes Zeichen.

Fashion revolution

Diese globale Bewegung setzt ihren Fokus auf die Herstellung von Kleidung. Im Schnitt kaufen wir in Österreich rund 19 kg Textilien pro Jahr (das entspricht etwa 60 Kleidungsstücken). Vieles wird Zuhause gehortet, vieles (manchmal ungetragen) weggeworfen (genauere Zahlen unter global2000.at). Wenn man beginnt jedes Kleidungsstück genauer unter die Lupe zu nehmen, kann einem der Kaufrausch und die Schnäppchenangebote vergehen. Fashion revolution fordert dazu auf aktiv zu fragen #whomademyclothes (übersetzt: Wer hat meine Kleidung gemacht?). Kleidung soll zu keinem schnellen Konsumgut verkommen, sondern mit Wertschätzung behandelt werden.

Außerdem ist der Kauf von gebrauchter Kleidung nicht nur bei Kinderkleidung im Trend. An immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Kleidertauschpartys/-börsen/-märkte. Das schont Ressourcen, den Geldbeutel und die Umwelt. Bei meinen Recherchen scheint vor allem in Wien ein Nest an begeisterten Kleidertauschcommunities entstanden zu sein.

Ich persönlich versuche Kleidung (vor allem Lieblingsstücke) regelmäßig zu retten. So habe ich schon Löcher gestopft, ausgefranste Ärmel gerettet/abgeschnitten, Reiß- und Klettverschlüsse gerettet/ausgetauscht,… Eine gute Übung für eine weitere Initiative:

Repair Café

International nicht mehr neu, aber bei mir Zuhause in Premstätten ist es am 17.8.2019 endlich soweit: unser erstes Repair Café findet statt. Nachdem ich andere Repair Cafés in Graz und Umgebung besucht habe, fing ich sofort Feuer für diese Idee. Ich habe miterlebt, wie nicht nur Sachen repariert werden, sondern Gemeinschaft gelebt wird. Menschen plaudern ungezwungen miteinander, unterstützen sich gegenseitig mit kreativen Ansätzen und freuen sich über jeden Erfolg. Auch wenn nicht jedes Ding, das gebracht wird, repariert werden kann, spricht eine recht hohe Erfolgsrate anderer Repair Cafés für die Sinnhaftigkeit einer solchen Veranstaltung. Man kann definitiv immer etwas dazulernen und es ist ein vielversprechender Schritt in den Köpfen der Menschen ein Umdenken anzuregen. Man traut sich mehr zu und wirft Dinge nicht mehr achtlos weg. Ich sehe hier eine lebendige Chance Talente generationenübergreifend (ob Schüler oder Pensionist, Arbeiter oder Angestellte, …) einzubringen.

Fazit

Ohne großartig viel Recherchen zu betreiben, finde ich erstklassige Literatur, großartige Dokumentationen und unzählige brilliante Initiativen. Die Flut an Ideen kann einen fast überwältigen. Das wichtigste ist jedoch: macht die Augen auf! Nehmt eure Umgebung wahr! Hinterfragt jeden Schritt, jeden Kauf, jede Handlung eures täglichen Lebens. Redet miteinander! Das meiste für einen nachhaltigen Lebensstil wird durch mehr Aufmerksamkeit offensichtlich und kann kinderleicht umgesetzt werden. Wir müssen es nur tun!

Interessant? Freut mich! Dann teile es mit der Welt:

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