Erste Übersee-Flugreise mit Baby – die Planung geht weiter

Golden Gate Bridge

Der Flug ist gebucht, die Vorfreude steigt. Doch mit welchem Auto fahren wir? Wo fahren wir hin? Was wollen wir sehen? Welche Quartiere kommen in Frage? Stück für Stück wird unsere zweimonatige USA-Reise bildhafter und realer. Hier meine Erkenntnisse und Tipps der letzten Monate voller Reiseplanung.

Mietauto buchen

Ein simpler aber wertvoller Tipp, den ich bekommen habe: Angebote vergleichen. Grundsätzlich habe ich in der Vergangenheit immer über Reisebüros gebucht. Ich finde, sie sind ihr Geld auf jeden Fall wert. Diesmal war ich mit den Angeboten aber nicht zufrieden. Hauptgrund: für den ersten Teil der Reise sind wir 8 Personen. Die Empfehlungen der Reisebüros ging dahin, zwei Autos zu buchen. Doch wir wollten ein möglichst großes Auto haben (SUV, Van,…), das auch Platz für unsere Koffer hat. Der Punkt mit den Koffern ist versicherungstechnisch wichtig, da die Koffer nicht bei den Füßen stehen sollen. Da könnte die Versicherung im Schadensfall aussteigen. Nachdem ich mit einigen anderen USA-Reise-Insidern sprach, wurde ich fündig. Ich habe diesmal eine Online-Buchung vorgezogen und meinen Premium-SUV zu einem vernünftigen Preis bekommen.

Mietauto
Eines meiner Mietautos von einer früheren USA-Reise, fotografiert in Los Angeles

Meine Recherche startete auf www.usareisen.de. Die Angebote da vom Anbieter Alamo waren die für mich passendsten. In der Vergangenheit habe ich bereits gute Erfahrungen mit Alamo gemacht. Ein vergleichender Blick direkt auf die Alamo-Website lohnt sich dennoch. Manchmal gibt es günstigere Angebote für dieselbe Kategorie und dasselbe Paket auf alamo.de nach dem Login als Alamo Insider (und Angabe des persönlichen Herkunftslandes). Manchmal gibt es das bessere Angebot sogar ohne Login, manchmal ist dann aber doch usareisen.de die beste Wahl.

Detailplanung Reiseroute

Unsere Reise wird ein klassischer US-Roadtrip: Nationalparks, Städte und typische Sehenswürdigkeiten. Wir werden fast jede Nacht woanders schlafen. Die Zusammenstellung der einzelnen Stopps und Unterkünfte ist eine Herausforderung, macht aber vor allem Spaß. Wer nicht soviel Zeit hat, ist im Reisebüro gut beraten. Ich finde es gibt für jeden Stil und jeden Reisetyp das passende Reisebüro. Und da werden von verschiedenen Anbietern tolle Pauschalreisen angeboten. Mietwagen und Unterkünfte sind dabei inkludiert. Dies vereinfacht natürlich vieles – vor allem bei Reisezielen, in denen man noch überhaupt keine Erfahrungen hat.

Bei dieser Reise schätze ich jedoch die Flexibilität sowie die Möglichkeit, Reiseziele abseits der bekannten Touristen-Trampelpfade anzusteuern. Die Planung ist für mich eine echte Entdeckungsreise für bemerkenswerte Orte und ausgefallene Unterkünfte. Die einzelnen Schritte zur Zusammenstellung gestalteten sich so:

Golden Gate Bridge
Fixer Punkt für mich auf einem Trip an der Westküste: San Francisco mit der wunderschönen Golden Gate Bridge
  1. Die Stopps notieren, die man unbedingt sehen will
  2. Auf der Landkarte (z.B. Google Maps) diese Stopps markieren
  3. Entlang der sich so ergebenden Strecke jene Orte markieren, an denen Übernachtungen in Frage kommen
  4. Unterkünfte suchen

Bei Google Maps wurde die Möglichkeit mehrere Stopps auf einer Strecke zu markieren auf 10 Marker reduziert. Um das zu umgehen, habe ich mit einem Google-Login eine Karte gespeichert und einzelne Etappen zusammengestellt. Wie das genau funktioniert, wird hier beschrieben: praxistipps.chip.de. Die Etappen werden dann zwar nur von A bis J markiert, aber das J wurde bei meiner Planung immer zum A von der darauffolgenden Etappe. Die Strecke bleibt so optisch durchgehend. Allgemeine Recherchen zu den Reisezielen funktionieren heutzutage online natürlich sehr gut, aber in Kombination mit Reiseführern ist es ideal. Um Geld zu sparen ist es schlau, Reiseführer von Freunden auszuborgen (und sich auch gleich Insidertipps zu holen) oder in der Bücherei zu schmökern. Unsere Bücherei in Premstätten ist zum Beispiel sehr gut mit u.a. aktuellen Baedeker-Reiseführern bestückt.

Unterkünfte: Die Qual der Wahl

Bei der Unterkunftswahl habe ich immer mindestens zwei Websites offen: Google Maps und eine Seite zum Buchen. Beim Buchen entschied ich mich der Einfachheit halber für booking.com. Die Vorteile:

Motel an der Route 66 - typische Quartiere
Motel an der Route 66 – ein typisches Quartier bei Roadtrips
  • die Quartiere können großteils noch kurzfristig vorher storniert werden (teilweise noch einen Tag vor der Anreise)
  • Quartiere sind leicht zu vergleichen und zu filtern
  • Wenn einem die aktuelle Auswahl nicht gefällt, kann man jederzeit auf die Kartenansicht gehen und Quartiere in der Umgebung filtern und auswählen
  • per booking.com-App hat man sämtliche Buchungsdetails immer auf dem Handy dabei – Ausdrucke sind also meist nicht nötig

Tipp: in den meisten Quartieren kriegt man kostenlos ein Babybett angeboten. Nach meiner Erfahrung bekommt man mit Baby und ein bisschen Glück Vorort häufiger ein Zimmer-Upgrade.

Ich stehe besonders auf außergewöhnliche, kreative Hotels. Ich habe auf ein paar Nachrichten-Seiten Artikel für außergewöhnliche Hotels gefunden und stoße auch direkt auf booking.com immer wieder auf extravagante Schlafmöglichkeiten. Diese werden dann oft selbst zu den Sehenswürdigkeiten der Reise. Günstige Motels bieten eine Geldbeutel-schonende Alternative und bildet einen Mix, auf den wir uns schon sehr freuen. Günstig ist es vor allem auch dann, wenn man Kompromisse macht und hie und da Quartiere außerhalb der Touristenmagnete sucht. Städtchen, die nur 20 min entfernt sind, bieten häufig sehr viel günstigere Übernachtungsmöglichkeiten an. Nach der Reise werde ich bestimmt einen Artikel nur dazu verwenden, über die außergewöhnlichsten Quartiere unseres Trips zu berichten. Ihr dürft gespannt sein!

Überblick bewahren

Mittlerweile habe ich schon sehr viele Infos gesammelt. Deshalb habe ich mittlerweile eine Excel-Tabelle angelegt mit allen wichtigen Infos im Tages-Überblick. Welche Infos sind wichtig?

  • Daten und Wochentage (sehr beliebte Touristenziele sollte man eher unter der Woche ansteuern um den Touristenmassen zu entgehen und den Geldbeutel zu schonen)
  • Transfers (Flugzeiten, usw.)
  • Namen und Adressen der Quartiere
  • geplante Kilometer/Meilen pro Tag
  • mögliche Sehenswürdigkeiten
  • Kosten (für Quartiere und Eintritte)
  • inkludiertes Essen

Pläne machen und Vorsätze fassen bringt viel gute Empfindungen mit sich. (Friedrich Wilhelm Nietzsche)

Voller Vorfreude und guten Empfindungen werde ich nun weiter planen. Und ihr dürft euch auf weiter Blogeinträge zu unserem großen Roadtrip freuen!

Hier geht es zum vorangehenden Blog-Artikel „Erste Planungsschritte“ mit Schwerpunkt auf den Flug.

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